Die Stille der Vergänglichkeit
Es ist nicht als Bild des Todes, sondern als Teil einer jahrhundertealten spirituellen Tradition,
in der Vergänglichkeit, Erinnerung und Ewigkeit eng verbunden sind.
Tief im Fels verborgen, in einem schlichten Beinhaus des Heiligen Berges Athos,
liegen die Schädel verstorbener Mönche.
Kein Ort des Schreckens – vielmehr ein Ort der Erinnerung.
Hier, wo Generationen von Mönchen in Gebet und Zurückgezogenheit lebten,
wird die Endlichkeit des menschlichen Lebens sichtbar. Die Namen, Jahreszahlen und Zeichen
auf den Knochen erzählen von Menschen, die diesen Weg vor uns gegangen sind.
Auf Athos wird der Tod nicht verdrängt. Er gehört zum Leben wie der Sonnenaufgang über dem Meer
und der Klang der Gebetsglocken. Die Mönche betrachten die Vergänglichkeit des Körpers
als Übergang – als Rückkehr zur Stille, aus der alles kommt.
Beim Fotografieren dieses Ortes spürte ich keine Dunkelheit, sondern eine tiefe Ruhe.
Eine Begegnung mit der Frage, die bleibt:
Was ist wirklich wichtig, wenn alles Äußere vergeht?
„Wir gehen in die Stille zur absoluten Wahrheit,
denn sie kann nur in der Stille erfahren werden und ist Stille.“
Let's work together
Phone
+49 170 736 723 5
ruedigerschulze54@gmx.de
ruedigerschulze@me.com
Adress
Wilhelmstr. 3, 70771 Leinfelden-Echterdingen